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Zwischen dem 02.09. und dem 25.09.2010 zeigen wir im Wissenschaftspark Gelsenkirchen die Ausstellung UNTEN – Brüche der Metropolen und städtischer Vitalität in Istanbul und dem Ruhrgebiet, eine Ausstellung der I.N.U.R.A. Ruhr + dem Pixelprojekt_Ruhrgebiet. Die Heinrich-Böll-Stiftung NRW hat sie gefördert.

Was passiert UNTEN, wenn OBEN an Träumen einer Metropole gebaut wird, die sich mit New York, Melbourne, London, Tokio oder Hongkong messen will? Was passiert UNTEN in Duisburg-Marxloh oder Herten, wenn  OBEN in Essens oder Düsseldorfs City Hauptverwaltungen ihre Türme in den Himmel bauen, was in den Istanbuler Stadtteilen Ayazma oder Kumkapi UNTEN, wenn Istanbuls Stadtpolitiker OBEN Istanbul  für eine Olympia-Bewerbung oder als Europäische Kulturhauptstadt herrichten wollen?

Wir planen die Vernissage dieser Ausstellung für den 02.09. um 18:00 Uhr im Seminarraum des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen, Munscheidstraße 14. Leser und Leserinnen dieser Homepage sind in freundschaftlicher Verbundenheit eingeladen, an der Eröffnung dieser Ausstellung teilzunehmen. Vollständige Printfassung der Einladung bei der Heinrich Böll Stiftung NRW verfügbar.

Einladung zur Fotoausstellung

weitere Informationen unter: www.planungspolitik-forschung.de/themen

Wir haben eine erfreuliche Nachricht: Die Künstler und Künstlerinnen für die Fotoausstellung stehen fest. Die Ausstellung wird im Septemer 2010 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen stattfinden. Für Istanbul suchen wir zur Zeit noch eine geeignete Ausstellungshalle. Die Ausstellung wird dort voraussichtlich im Winter 2010/Frühjahr 2011 sein.

Künstler und Künstlerinnen aus dem Ruhrgebiet:

– Oliver Blobel

– Henning Christoph

– Rudolf Holtappel

– Brigitte Krämer

– Dirk Krüll

– Peter Liedtke

– Thomas Lison

– Sebastian Mölleken

– Wolfgang Quickels

– Mark Wohlrab

– André Zelck

Fotos der Ruhrgebietskünstler und -künstlerinnen findet man unter: http://www.pixelprojekt-ruhrgebiet.de

Künstler und Künstlerinnen aus Istanbul:

– Serra Akcan

– Usuf Arslan

– Sahan Nuhoglu

– Fatih Pinar

– Kerem Uzel

Fotos der Istanbuler Künstler und Künstlerinnen findet man unter: http://www.narphotos.net und http://www.fatihpinar.com

Inhaltlicher Bericht Fotoausstellung Istanbul – Ruhrgebiet

Stand des Fotoprojektes, 17.08.2009

Übersicht

  • Bisherige Arbeitsschritte
  • Ausstellungskatalog
  • Partnerschaften Ruhr
  • Partnerschaften Istanbul
  • Internetblog
  • Begleitende Vorträge
  • Migrationsworkshop
  • Vernetzungskongress
  • Nächste Arbeitsschritte

Bisherige Arbeitsschritte

Von uns wurden mehrere Texte zum Inhalt und Gegenstand der Ausstellung  verfasst, die als Projektbeschreibung für uns, der Öffentlichkeit und zum Akquirieren weiterer Finanzen dienen sollten. Ebenfalls wurde von den Istanbuler Projektverantwortlichen Texte über den Inhalts und der methodischen Vorgehensweise verfasst. Diese sind in Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir haben Flyer und einen Infotext für Inura Konferenz in Istanbul entworfen, welche im Juni stattfand. Sebastian hat an der Konferenz teilgenommen und die Projektidee dort mit anderen Stadtforscher und Stadtforscherinnen diskutiert. Weiterhin hat er mit den Istanbuler Projektpartner und Partnerinnen konzeptionelle und organisatorische Aufgaben entwickelt  und abgesprochen.

Ferner bemühen wir uns zurzeit um weitere finanzielle Unterstützung. Wir wollen bei der Kulturstiftung NRW sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW Förderanträge stellen. Auch für Istanbul planen wir, Anträge mit den türkischen Partnern zu stellen. Wir stellten bereits einen Antrag bei der Robert-Bosch Stiftung, der allerdings abgelehnt wurde. Von der Mercator Stiftung haben wir bislang keine Zu- oder Absage bekommen.

Seit Juni 2009 arbeiten wir mit zwei Düsseldorfer Designstudentinnen zusammen. Sara-Lena Göbel und Anna Herrmann sollen das ‚Corporate Design’ der Ausstellung und des Katalogs entwickeln. Sie entwerfen ein Logo für das gesamte Projekt, gestalten Einladungskarten (für begleitende Veranstaltungen, die Ausstellung, etc.) und Briefköpfe und entwerfen eine Internetpräsenz. Die Idee ist, mit ‚Licht zu gestalten’. Die weniger glanzvollen Seiten des städtischen Wandels sollen mit dem Medium Licht dargestellt werden. Insgesamt kann durch das ‚Corporate Design’ die Ausstellung in der Öffentlichkeit eindrücklicher präsentiert werden und der Wiedererkennungswert gesteigert werden.

Inura Ruhr hat zusammen mit Peter Liedtke vom Pixelprojekt_Ruhrgebiet im Mai Fotos aus dem Pixelprojekt Archiv ausgewählt. Aus den Themenblöcken des Projekts sind folgende Serien ausgewählt worden:

Themenblock  Soziales

  • Nachbarschaften
  • Geduldet geboren
  • Am Kanal
  • Klaus- der Bodoverkäufer
  • Türken im Ruhrgebiet
  • Siedlung, Arbeit, Freizeit
  • So nah, so fern

Themenblock Stadt

  • Miet mich!
  • Zwischenstadt
  • Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet

Themenblock Arbeit

  • Erst stirbt die Zeche, dann die Stadt

Eventuell kommen auch noch folgende Serien und ihre Fotografinnen in Frage:

  • Obdachlosensiedlung Hamm
  • Rheinhausen Stahlarbeiterstreik
  • Arbeitskämpfe 66-82
  • Dortmunder Strände
  • 93/03
  • Tante Änne
  • Grabeland
  • Dortmunder Berge
  • Landschaften im Ruhrgebiet

Ausstellungskatalog

Bisher halten wir an der Idee fest, die Ausstellung durch einen Ausstellungskatalog zu begleiten. Das Layout für den Katalog sollen, wie oben erwähnt, die beiden Düsseldorfer Studentinnen erstellen. Neben den fotografischen Arbeiten wollen wir vor allem fachliche Texte zu den Themen postfordistische Stadtentwicklung, Gentrification, städtische soziale Bewegungen, Armut, Jugendliche Perspektiven etc. in den Katalog integrieren. Hierzu haben wir schon Zusagen von StadtaktivistInnen aus Istanbul und StadtforscherInnen aus dem Ruhrgebiet, die wir durch die Inura Zusammenhänge kennen.

Partnerschaften Ruhr

Für den Ruhrteil haben wir drei kleine Partnerschaften organisiert, darunter ist  die mit dem Pixelprojekt die entscheidende:

* Pixelprojekt_Ruhrgebiet: Ausgewählte Fotografinnen und Fotografen des Pixelprojektes bekommen die Möglichkeiten, ihre fotografischen Arbeiten, die thematisch zu unserem Projekt passen, auszustellen.

* AMOS: Amos wird die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Angedacht ist ein AMOS Heft zur Ausstellung. Außerdem nimmt AMOS bei der Auswahl der Fotografen und Fotografinnen teil.

* Wir haben auch mit dem Internet-Magazin „Reclaiming Spaces“ über eine mediale Zusammenarbeit gesprochen. Die Zusammenarbeit ist für den Ausstellungskatalog angedacht, der sowohl hard cover als auch im Internet durch „Reclaiming Spaces“ präsentiert werden kann. „Reclaiming Spaces“ wird durch eine internationale Redaktion produziert.

* FH Düsseldorf: Fotodozent Jörg Reich hat im Sommersemester (März-Juni 2009) ein Seminar für Düsseldorfer Studentinnen und Studenten der FH angeboten. Angedacht war zudem, dass eine kleine Gruppe von Studierenden nach Istanbul fliegt um dort ebenfalls Fotos zu machen.

Partnerschaften Istanbul

Die Kooperation mit Istanbul fußte vom Herbst 2008 an bis zum Frühsommer 2009 vor allem auf zwei wertvollen Kontakten. Im November 2008 konnten wir mit dem bekannten Istanbuler Geographie-, Landschafts- und Stadtfotographen Fatih Pinar übereinkommen, 12 Serien von Foto-, bzw. Videostudien innerstädtischer Transformationsquartiere Istanbuls auch für unsere Ausstellung zu produzieren und zur Verfügung zu stellen. Fatih Pinar plante, daran 2009 und 2010 zu arbeiten. Unsere Projektkorrespondentin in Istanbul ist Ece Sariyuez, ein Inura Mitglied, die in Dortmund Raumplanung studierte.

Die INURA-Jahrestagung in Istanbul Ende Juni war ein willkommener Anlass über Vorträge auf der Konferenz und durch eine zweitägige Exkursion mit einer Fülle von Begegnungen und Debatten mit BewohnerInnen und StadtexpertInnen die Kenntnisse über die Stadtentwicklung Istanbuls zu vertiefen und ihre aktuelle Dynamik und die aktuellen politischen Auseinandersetzungen entschieden besser zu begreifen.

Für Istanbul muss weiter eine passende Ausstellungsgelegenheit gefunden werden, was nicht im ersten Anlauf während der Istanbulwoche gelang. Wir werden bei einem alten Tabakdepot des Vereins Anadol Kültür nachfragen, den wir für einen geeigneten Ort halten. Für die Istanbuler Präsentation müssen in Istanbul Sponsoren gesucht und Anträge für eine finanzielle Unterstützung gestellt werden. Die Ausstellung vor Ort wird dann mit Ece Sariyuezs Hilfe schließlich konzeptioniert und realisiert werden.

In Istanbul sind Kooperationen mit dem Goethe Institut und dem Büro der Heinrich Böll Stiftung in Istanbul. Wegen langfristiger Haushaltspläne des AA aber leider nur über Restmittel des Haushalts 2009 und 2010 unterstützen könnte. Insbesondere für 2010 sah sie aber Möglichkeiten aus dem Haushalt der Gothe-Institute insgesamt extra Restmittel zu mobilisieren. Voraussetzung dafür wäre ein Kostenplan und eine Projektskizze, die Mitte Juli 2010 bei ihr vorliegen müssten. Zudem wollen wir im November einen Antrag bei der Kulturhauptstadt Istanbul für das Projekt zu stellen.

Mit Fatih Pinar besprachen wir die Beauftragung von drei weiteren, jüngeren Fotographen von Nar Photos mit Themen der Ausstellung.

Begleitende Vorträge

Vortrag Pelin Tan, Stadtsoziologien aus Istanbul, 05.02.2009 Taranta Babu

Pelin Tan aus Istanbul hat einen Vortrag zu „Neoliberal urban Transformation and opportunities of counter-culture in urban spaces“ gehalten. Es waren mit uns 26 Leute da, also relativ viele für den Buchladen im Taranta Babu.

„Migranten-Kongress“ (2tägig)

Ein die Fotoausstellung begleitender Kongress soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 (voraussichtlich am 10.10.2010) durchgeführt werden. Viktoria Waltz ist hierfür die Hauptverantwortliche sein und Akoplan übernimmt die Antragstellung/Trägerschaft bei der Stiftung „DieGesellschafter“. Der Förderungsantrag wurde am 18.05.09 eingereicht. Bislang haben wir noch keine Rückmeldung bekommen.

Themen des Kongresses

* ‚1, 2, 3 Generation – Stationen der Hoffnung, Stationen des Schweigens’ (Prof. Yasemin Karakasoglu, Bremen)

* ‚Wohnerfahrungen von Migranten und Migrantinnen’ (Dr. Viktoria Waltz, Dortmund)

* ‚Gesund im Alter’ (Dr. Yousouf Yousouf)

‚Vernetzungskongresse’ (1-2tägig)

Um Akteure und Akteurinnen beider Regionen zusammenzuführen, um die gewollten Kommunikationsprozesse anzustoßen, denken wir über zwei Kongresse nach: In Istanbul soll ein Kongress über Stadtentwicklung in Ruhr und im Ruhrgebiet soll ein Kongress über Stadtentwicklung in Istanbul abgehalten werden. Die beiden Kongresse sind ebenfalls im Kulturhauptstadtjahr 2010 angedacht.

Nächste Schritte

Nach unserer kleinen Sommerpause im Juli 09 kommen folgende Arbeitsschritte auf uns zu:

* weitere Akquirierung von Finanzen: Dies ist besonders wichtig, da der Etat voraussichtlich nicht reichen wird. Wie oben erwähnt, kontaktieren die Kulturstiftung und Rosa-Luxemburg Stiftung. Zudem treten wir wieder in Kontakt mit dem Landtagsabgeordneten der Grünen, ob die Projektfinanzierung ihrerseits zustande kommt.

* Kontakt zu Peter Liedtke vom Pixelprojekt und Absprache mit den Fotografen und Fotografinnen, die für die Ausstellung ausgewählt worden sind. Wir brauchen eine Genehmigung, dass wir ihre Fotos ausstellen dürfen.

* Absprache mit Sara-Lena Göbel und Anna Herrmann bezüglich des gesamten Layouts und Konkretisierung unserer Vorschläge

* Weiterentwicklung der Ausstellungskonzeption für das Ruhrgebiet

* Dauerhafter Kontakt zu den Istanbuler Projektverantwortlichen und Anpassung der beiden Konzeptionen auf ein Gesamtprojekt

Vortrag

Pelin Tan – „Neoliberal urban transformation in Istanbul and opportunities of counter-culture in urban spaces

Im Rahmen des Fotoprojekts findet ein Vortrag über neoliberale Stadtentwicklung in Istanbul und dessen Auswirkungen statt. Zudem wird in der Veranstaltung die Frage diskutiert, ob es für gegenkulturelle Bewegungen Möglichkeiten zur Entfaltung im urbanen, von neoliberaler Stadtpoltik geformten Raum gibt.

Ort: Taranta Babu, Humboldtstraße 44, Dortmund

Beginn: 19 Uhr