Das Fotoprojekt „UNTEN. Brüche und Vitalität der Metropolen Istanbul/Ruhr“  ist ein Projekt von INURA Rhein-Ruhr und dem Pixelprojekt_Ruhrgebiet, gefördert durch die Heinrich-Böll-Stiftung NRW. Die geplante Ausstellung die Strukturbrüche  der beiden Metropolregionen Istanbul und Ruhr, so gegensätzlich sie auch sein mögen, mit fotografischen Mitteln einfangen und dokumentieren.

Ziel

– kritische Dokumentation der aktuellen krisenhaften Veränderungsprozesse der Lebensbedingungen der  Bewohner und Bewohnerinnen in Ruhr und Istanbul

– Organisation von Austausch- und Kommunikationsprozessen zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren, Akteurinnen, Stadtforscher, Stadtforscherinnen, Fotografen und Fotografinnen

–  Dialog über Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Strategien und Perspektiven des Umbruchs in beiden Stadtregionen

– Visuelle Kommunikation als Mittel der Öffentlichkeitsarbeit

Methodik

Fotos und Videos von verschiedenen Stadtteilen der beiden Metropolregionen, in welchen die Auswirkungen der Umwandlung der Stadt besonders zu spüren sind, werden von Studenten und Studentinnen der FH Düsseldorf sowie Fotografen und Fotografinnen aus Istanbul erstellt.

Des Weiteren wird aus bereits erstellte Fotografien zurückgegriffen, um auf in der Vergangenheit liegende Phänomene der städtischen Transformation aufmerksam zu machen. Hier bietet das Pixelprojekt_Ruhrgebiet die geeignete Plattform. Auch in Istanbul wurden zahlreiche Fotografien gemacht, die zum Beispiel lokale Auseinandersetzungen von Bewohner und Bewohnerinnen gegen Vertreibung und Zerstörung eines Stadtviertels dokumentieren.

KooperationspartnerInnen

Inura Rhein-Ruhr arbeitet mit mehreren ProjektpartnerInnen zusammen:

AMOS: Kritische Zeitschrift aus dem Ruhrgebiet seit 1968: AMOS-AkteurInnen sind für Öffentlichkeitsarbeit u.a. zuständig und begleiten den gesamten Prozess der Fotoausstellung als Regional-ExpertInnen.

Fatih Pinar: Fotojournalist aus Istanbul und Hauptverantwortlicher für den Istanbuler Projektteil. Er dokumentiert das alltägliche Leben in Istanbuler Sadtvierteln vor der Implementierung des „Istanbul Transformation Plan“. Zur Zeit sind wir aber auf der Suche nach weiteren Kooperationspartner und -partnerinnen, wie zum Beispiel eine Hochschule für Fotografie in Istanbul als passendes Pendant zur FH Düsseldorf.

FH-Düsseldorf, Fachbereich Design: Fotodozent Jörg Reich wird ein studentisches Seminar (ab Mitte März 2009) anbieten, um Phänomene der städtischen Transformation im Ruhrgebiet zu dokumentieren und auf diese Weise Fotos für die Ausstellung produzieren.

Heinrich-Böll-Stiftung NRW: Die Stiftung leistet finanzielle Unterstützung des Fotoprojektes.

Pixelprojekt_Ruhrgebiet: Das Pixelprojekt ist eine Datenbank von etlichen fotografischen Arbeiten aus dem Ruhrgebiet, die sich mit all den Widersprüchlichkeiten und Brüchen des Ruhrgebiets beschäftigen.  Von einer Jury getroffene Auswahl fotografischer Arbeiten wird innerhalb der Fotoausstellung gezeigt.